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Archiv unserer Veranstaltungen
Herbstlaub
Samstag, 20. November 2010 - 20:00
Jedes Jahr erscheinen fast 100.000 neue deutsch-sprachige Bücher – was soll man/frau da lesen, was verschenken? Aus diesem Herbstlaub wollen wir Ihnen einige Buchemp-ehlungen besonders ans Herz. Für das geistige Wohlbefinden sorgen Stefan Maelck , studierter Rostocker, heute Rundfunkmoderator und -journalist bei MDR Figaro und ich, Manfred Keiper . Für das körperliche Wohlbefinden gibt es ein Büfett und portugiesische Weine.
Assaf Gavron, Alles Paletti
Freitag, 19. November 2010 - 20:00
»Alles paletti« heißt eine Umzugsfirma in New York, bei der die drei jungen Israelis Johnsy, Schlomo und Izzi das schnelle Geld machen wollen - vergeblich. Und so klauen sie eines Tages den einzigen Umzugswagen inklusive Ladung, darunter zwei von der ukrainischen Mafia frisierte Glücksspielautomaten, und machen sich auf nach Las Vegas. Eine wilde, skurrile Jagd durch ganz Amerika beginnt: Die Mafia jagt die Israelis, der Umzugsunternehmer seinen Laster, das FBI die Mafia, und mittendrin suchen Johnsy, Schlomo und Izzi nur ihr Glück ...
Assaf Gavron wurde 1968 geboren, wuchs in Jerusalem auf, studierte in London und Vancouver und lebt heute in Tel Aviv. Er hat u.a. Jonathan Safran Foer und J.D. Salinger ins Hebräische übersetzt, ist Sänger und Songwriter der israelischen Kultband "The Mouth and Foot" und war im Schreibteam des Computerspiels "Peacemaker", das den Nahost-Konflikt simuliert. Auf deutsch sind von ihm „Ein schönes Attentat“ und „Hydromania“ im Luchterhand Verlag erschienen.
Übersetzung und Moderation: Stefan Maelck
Judith Zander, Dinge, die wir heute sagten
Donnerstag, 18. November 2010 - 20:00
Judith Zander, 1980 in Anklam geboren, ist eine der drei AutorInnen aus Meckpomm, die dieses Jahr beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gelesen haben. Sie bekam den 3sat-Preis für einen Text aus ihrem Roman-erstling „Dinge, die wir heute sagten. Vor Ihrer Abreise nach Klagenfurt war sie hier Stipendiatin der Sinecure Landsdorf.
Der Roman: Bresekow, Vorpommern, eine Sickergrube für Träume und GOLDKRONE, eine Fundgrube randvoll mit Freundschaft und Verrat, Schweigen und Dingen, die mal gesagt werden mussten.
Eine Lesung in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Rostock und dem Institut für Germanistik.
Dan Lungu, Wie man eine Frau vergisst
Mittwoch, 17. November 2010 - 20:00
Eine kryptische Abschieds-notiz, ein ausgeräumter Kleiderschrank, eine leere Betthälfte. Ende. Tags zuvor schien die Beziehung zwischen Marga und Andi noch in Ordnung zu sein – zumindest für Andi. Bar jeder rationalen Erklärung, entwirft der verwirrte Andi ein ganzes Arsenal von Strategien zum Vergessen. Denn Vernunft ist für den Enthüllungsjournalisten das oberste Prinzip im Leben. Als er von seiner Zeitung den Auftrag bekommt, über eine Gruppe gläubiger Protestanten zu recherchieren, verkompliziert sich Andis Situation. Denn es stellt sich plötzlich die Frage: Ist Gott hinter ihm her? Und wendet sich dadurch alles zum Guten?
Voller Ironie und Humor erzählt Dan Lungu über die Widrigkeiten der Emotion, der Verdrängung und der Flucht in neue Lebenshaltungen. Verstörend und amüsant, fiebernd vor existenzieller Unruhe.
Dan Lungu, 1969 in Botoşani/Rumänien geboren, ist heute Soziologiedozent an der Universität in Iaşi. ist Mit-begründer der literarischen Gruppe „Club 8“. Bisher sind von ihm auf deutsch Das Hühnerparadies und Die rote Babuschka im Residenz Verlag erschienen.
Dan Lungu wird begleitet von seinem Übersetzer Jan Cornelius.
Rolf Lappert, Auf den Inseln des letzten Lichts
Dienstag, 16. November 2010 - 20:00
Die Geschwister Megan und Tobey sind trotz aller Unter-schiede auf einzigartige Weise aneinander gebunden. Eines Tages ist Megan verschwunden, und Tobeys Suche nach ihr wird zu einem lebensgefähr-lichen Abenteuer: Auf einer win-zigen philippinischen Insel stößt er auf eine seltsame, im Verfall begriffene Welt. Wissenschaftler und Ver-suchstiere einer einstigen Forschungsstation für Primaten vegetieren hier vor sich hin, und Tobey kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur, von dem nur Megan die ganze Wahrheit kennt … Ebenso wie mit "Nach Hause schwimmen" liefert Rolf Lappert mit diesem Roman erneut ein Meisterwerk der Erzählkunst – geheimnisvoll, politisch, spannend.
Rolf Lappert wurde 1958 in Zürich geboren und lebt heute in Lostowel, Irland. Er absolvierte eine Ausbil-dung zum Grafiker, war Mitbegründer eines Jazz-Clubs und arbeitete zwischen 1996 und 2004 als Drehbuch-autor. Im Oktober 2008 hat er bei uns seinen Roman Nach Hause schwimmen vorgestellt, für den er dann den erstmals verliehenen Schweizer Buchpreis erhielt.
Die Lesung findet im Rahmen der LiteraTour Nord 2010/2011 statt.
Burkhart Veigel, Johnsons Fluchthelfer-Gespräche
Montag, 15. November 2010 - 20:00
1963 nimmt Uwe Johnson in Westberlin ein Buchprojekt in Angriff, in dem er die Arbeit der Fluchthelfer darstellen wollte. Er führt Gespräche mit Mitgliedern der Girrmann-Gruppe, fragt nach dem Warum und Wie, den Motiven für diese risikoreiche Arbeit. Die Gespräche wurden auf Tonband aufgenommen, die Fluchthelfer wollten es so, es gab Misstrauen. Doch Johnson unterbricht das Projekt. In den „Begleitumständen“ schreibt er später lapidar: »Ja – die Tonbänder sind gelöscht.«
Nein, nicht alle waren gelöscht. 2001 wurden einige Tonbänder wiederentdeckt. Burkhart Veigel, damals Medizinstudent und einer der Fluchthelfer, der 1962 die Flucht von Elisabeth Schmidt – Johnsons spätere Frau – mit organisiert hat, hat die Tondokumente zu Papier gebracht und nun im Suhrkamp Verlag herausgebracht.
Diese Protokolle geben zum einen Aufschluss über die Arbeit und Motive der Fluchthelfer, zum anderen über die Akribie und Detailversessenheit Uwe Johnsons
Eine Lesung in Zusammenarbeit mit der Uwe-Johnson-Gesellschaft. Der Eintritt ist für Mitglieder der Uwe-Johnson-Gesellschaft frei.
III. Literatursalon zur "Gruppe 47"
Montag, 4. Oktober 2010 - 20:00
Seit einem Jahr beschäftigen wir uns in dem Literatursalon mit der "Gruppe 47", die als Fundament zum 1973 gegründeten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt anzusehen ist. In den monatlich stattfindenden Abenden beschäftigen wir uns mit jeweils einem Autor oder einer Autorin, die zu den Sitzungen der Gruppe 47 gelesen haben und sich der Kritik von Schriftstellern und Kritikern ausgesetzt haben. Wie bei der Gruppe 47 reden wir über Text und Autor, aber im Unterschied zur Gruppe 47 ist der oder die AutorIn auch nicht anwesend.
Thema dieses Abends:
Der Eintritt zu den Salonabenden ist frei.
Peter Wawerzinek, Rabenliebe
Dienstag, 7. September 2010 - 20:00
Peter Wawerzinek ist Rostocker, Peter Wawerzinek ist Schriftsteller, Peter Wawerzinek ist Ingeborg-Bachmann-Preisträger 2010.
Die Lesung ist ausverkauft!
Ende der 80er Jahre galt er als Enfant terrible der Literatenszene im Prenzlauer Berg, hatte bereits 1991 einen fulminanten Auftritt in Klagenfurt (Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb).
1991 scheitert seine Lesung zum 1jährigen Geburtstag der anderen buchhandlung wegen einer Parisreise, 1995 ist es die erste Lesung, die nach dem Tod von Petra Fehlhaber wieder hier stattfindet. Er liest aus "Das Kind, das ich war" - eine, seine Kindheit in Mecklenburg. er liest in späteren Jahren aus "Mein Babylon" und "Sperrzone Deutschland".
Jetzt endlich präsentiert er nicht nur seinen neuen, großen Roman "Rabenliebe" - ebenso autobiografisch. Aber nun hat er es hinter sich gebracht: Nach fünf Jahrzehnten hat er seine Mutter gefunden! "Da bist Du ja!" ist alles, was ihm entgegengebracht wird. Keine Freude, keine Ablehnung, keine Gefühle.
"Rabenliebe" ist ein großer Roman, weil er aus der Sprachlosigkeit entstanden, der Sprachlosigkeit eines Opfers, eines verlassenen Kindes. Peter Wawerzinek hat nicht nur seine Stimme gefunden, dazu noch eine literarische, er hat die Stimme der Opferkinder gefunden, zeigt die Kraft, die in ihnen steckt, die schönheit, die sich da verbirgt.
Eine gemeinsame Veranstaltung mit NDR1 Radio MV und NDR Kultur.
Die Veranstaltung ist leider Ausverkauft!!!
III. Literatursalon zur "Gruppe 47"
Montag, 6. September 2010 - 20:00
"Marcel Reich-Ranicki - ein "unbarmherziger" Kritiker"
Seit einem Jahr beschäftigen wir uns in dem Literatursalon mit der "Gruppe 47", die als Fundament zum 1973 gegründeten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt anzusehen ist. In den monatlich stattfindenden Abenden beschäftigen wir uns mit jeweils einem Autor oder einer Autorin, die zu den Sitzungen der Gruppe 47 gelesen haben und sich der Kritik von Schriftstellern und Kritikern ausgesetzt haben. Wie bei der Gruppe 47 reden wir über Text und Autor, aber im Unterschied zur Gruppe 47 ist der oder die AutorIn auch nicht anwesend.
Marcel Reich-Ranickis Aufstieg in der Gruppe 47 in den 50er Jahren kennzeichnet die wachsende Rolle der Kritiker gegenüber den AutorInnen in der Gruppe.
Der Eintritt zu den Salonabenden ist frei.
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